Weckruf für den FC Sevelen

Bildschirmfoto 2014-09-15 um 19.19.05

Das Derby zwischen dem FC Sevelen und dem FC Triesen versprach ein umkämpftes Spiel zu werden. Die Liechtensteiner erwischten allerdings den besseren Start und nahmen die drei Punkte mit über die Grenze.

Bei bestem Sonntagswetter startete die Partie zwischen Sevelen und Triesen relativ ausgeglichen, Sevelen in den ersten acht Minuten unter anderem mit einem Freistoss, Triesen mit einigen guten Aktionen auf das gegnerische Tor. In der Startviertelstunde hatten die Seveler Mühe ins Spiel zu kommen, Luan Isufi scheitert mit einem guten Schuss an Torhüter Kindle. Kurz darauf versucht es Yildiz mit einem Weitschuss, der den erhofften Führungstreffer aber nicht erzielen kann.

In der 25. Minute sind es dann wieder die Triesener, die nach Unachtsamkeit im Seveler Strafraum beinahe in Führung gehen können. In der Folge setzen die Liechtensteiner die Heimmannschaft weiter unter Druck und lassen durch gute Verteidigungsarbeit kaum Chancen zu. In der 30. Minute resultiert daraus die 1:0-Führung für die Gäste durch Haas. Sevelen muss dann aufpassen, nicht weiter in Rückstand zu geraten, Torhüter Gafner rettet Sevelen jedoch vor dem 0:2.

Sevelen reagiert zu wenig

Vor der Halbzeitpause kommt der FC Sevelen noch einige Male gefährlich in den Strafraum der Gäste. Wieder scheitern sie an der gut organisierten Defensive oder am Torhüter des FC Triesen. In der 45. Minute erzielt der FC Triesen gar noch das 2:0 durch einen Penalty-Nachschuss von Sele. Die Gastgeber hatten sich für die erste Halbzeit dieses Spieles klar mehr erhofft. Nach dem Pausentee war das umkämpfte Derby anfangs wieder ausgeglichener. Erst in der 63. Minute konnten die Seveler den Anschlusstreffer erzielen. Der frisch eingewechselte Janssen setzte seinen Schuss an den Pfosten und Yildiz konnte in der Folge auf 1:2 verkürzen.

Triesen bleibt jedoch weiter am Drücker und erzielt kurz darauf unter anderem ein Offsidetor. Sevelen versucht, durch Weit- schüsse oder Standardsituationen gefährlich zu werden, können ihre Chancen aber nicht verwerten. Die Partie ist jetzt wieder ausgeglichener und beide Teams können vorerst nicht mehr gefährlich werden. Nach zwei gelben Karten für Sevelen bleibt das Spiel jedoch weiter umkämpft und die Teams bemüht, einen Treffer zu erzielen.

Enttäuschter Trainer

Kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit klärt die Seveler Abwehr einen Angriff der Liechtensteiner mangelhaft: der FC Triesen bekommt einen Eckball zugesprochen. Seles Flanke findet Raphael Rohrer, und der Spielertrainer köpft zum Schlussresultat für die Gäste ein. In der Nachspielzeit kann Büchel beinahe noch einmal für Triesen erhöhen, doch es bleibt beim Resultat von 1:3.

Sevelen-Trainer Marco Rissi zeigt sich nach dieser Niederlage entsprechend enttäuscht: «Wir haben schlecht angefangen, der Einsatz und die Disziplin haben heute gefehlt. Wir haben uns ausserdem zu wenige Chancen erarbeitet.» Doch er muss Triesen auch Zugeständnisse machen: «Der Gegner hat gut gespielt. Sie sind hinten gut gestanden und haben die Räume zugemacht.» Für die bis anhin ungeschlagenen Seveler wäre klar mehr drin gelegen, doch der Trainer will jetzt einfach nach vorne schauen: «Irgendwann musste wieder eine Niederlage kommen, der Weckruf kam zur richtigen Zeit. Nächste Woche im Cup wollen wir wieder Gas geben.» Sevelen findet sich nach dieser Spielrunde auf dem fünften Tabellenrang wieder.

(Quelle: W&O vom 15. September 2014)